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Hans Josephsohn Skulpturen. Fotografien von Jürg Hassler - Buchvorstellungen

  1. Scheidegger & Spiess 3858815489
    • Paperback

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    General Experience
    5.0 1

    Hans Josephsohn Skulpturen. Fotografien von Jürg Hassler

    Author:
    Kesselhaus Josephsohn (Herausgeber)
    Publisher:
    Scheidegger & Spiess
    ISBN:
    3858815489
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    Information des Verlags:

    Der Fotograf und Filmer Jürg Hassler, geboren 1938, beschäftigte sich über Jahre hinweg intensiv mit dem bildhauerischen Werk von Hans Josephsohn (1920–2012). Als Jugendlicher führte ihn sein Schulweg täglich am Atelier des Künstlers in Zürich vorbei, was Hasslers Interesse für die Arbeit des Bildhauers weckte. Nach der Matura begann Hassler bei Josephsohn als Assistent zu arbeiten und dabei das Handwerk der Bildhauerei zu erlernen. Nach einem Studium der Fotografie in Vevey und paralleler eigener bildhauerischer Tätigkeit realisierte Hassler 1977 den Film «Josephsohn – Stein des Anstosses» und fotografierte während vielen Jahren häufig in Josephsohns Atelier.

    Dieses Buch zeigt eine Auswahl von Hasslers fast ausschliesslich in Schwarz-Weiss gemachten Aufnahmen, mehrheitlich mit einzelnen Skulpturen Josephsohns als Motiv, und es beleuchtet die Eigenheiten seiner Bildsprache. In seiner Einführung schreibt Ulrich Meinherz über das Auffinden von Hasslers Fotografien in Josephsohns Atelier ein Jahr nach dessen Tod. Und Nina Keels Essay beschreibt, in welchem Zusammenhang Hasslers Fotografien der Skulpturen entstanden sind.

    AUTOREN & HERAUSGEBER

    NINA KEEL
    (*1990), arbeitet seit 2010 u.a. als Kuratorin für das Kesselhaus Josephsohn und studiert an der Universität Zürich Kunst- und Fotografiegeschichte. Daneben setzt sie sich in verschiedenen Projekten mit Stadtentwicklung sowie Kunst im öffentlichen Raum auseinander.

    ULRICH MEINHERZ
    (*1969), seit 2005 Leiter des Museums Kesselhaus Josephsohn im Sitterwerk in St. Gallen. Während seines Studiums der Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Zürich war er für die Galerie Bob van Orsouw in Zürich tätig, die zu der Zeit Hans Josephsohn vertrat.

Reviews

  1. AnjaC

    AnjaC Nikon-Club Teammitglied

    Buchvorstellungen:
    225

    Ein Buch für Spezialisten

    Vor mir liegt ein unscheinbares Taschenbuch, etwas größer als DIN A 5, 94 Seiten, der Einband und alle Fotos im Buch in schwarz-weiß. Es ist hervorragend gedruckt und die Typografie passend.

    Es ist ein Buch für Spezialisten entweder weil sie die Skulpturen von Hans Josephsohn lieben oder sich gerne Fotos des Fotografen Jürg Hassler anschauen. Es bietet auch Anschauungsmaterial für Fotografen, die sich mit der Frage beschäftigen, wie man denn Skulpturen am besten ins Bild setzt. Genau das war für mich eine interessante Fragestellung, da eine bekannte Künstlerin mich gebeten hatte, ihre Skulpturen zu fotografieren.

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    Alle abgebildeten Werke von Hans Josephsohn. Bild: Jürg Hassler Courtesy: Scheidegger & Spiess
    Die Einführung von Ulrich Meinherz gibt einen Überblick darüber, wie und warum dieses Buch entstanden ist. Es ist auch gedacht als ein Auftakt einer Reihe von Büchern, die sich mit der Vielzahl an fotografischen Blicken auf Josephsohns Skulpturen beschäftigen, die ja von weitaus mehr Fotografen festgehalten wurden als nur Jürg Hassler.

    Der Einleitung folgen auf ca. 60 weiteren Seiten ausgewählte Fotos, die in den Jahren von 1960 bis 1980 entstanden sind. Das ist eine hervorragende Dokumentation, wohl aber kein Werksverzeichnis und als solches auch nicht gedacht. Auf einigen Seiten des Buches sind die gleichen Skulpturen abgebildet, aber mit unterschiedlichem Hintergrund und anderer Beleuchtung fotografiert. Die Wirkung der Fotos aus verschiedenen Standpunkten lässt sich so sehr gut beurteilen und für mögliche eigene Arbeiten nutzen.

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    Alle abgebildeten Werke von Hans Josephsohn. Bild: Jürg Hassler Courtesy: Scheidegger & Spiess
    Im Anschluss an die Fotos beschäftigt sich ein Artikel von Nina Keel mit Hasslers fotografischem Blick auf die Skulpturen. Interessant dabei zu erfahren ist, dass Hassler beim Fotografieren genau die Stellung einnahm, die der Künstler hatte, wenn er seine eigenen Werke beurteilte: in seiner Augenhöhe und genau von vorne. Man erfährt auch, warum die Fotos nicht in Farbe sind. Für Hassler war bei einer Skulptur die Form und nicht die Farbe von zentraler Bedeutung. Zu erwähnen ist noch, dass die Fotos entweder mit einer Mittelformat- oder einer Großformatkamera auf schwarz-weiß Negativfilm belichtet wurden. Digitalkameras gab es 1980 noch nicht.

    Mein Fazit
    Trotz seiner Einfachheit ein gut gemachtes Buch, eine gute Dokumentation. Es bietet dem kunstinteressierten Leser mehr als dem Fotografen. Dennoch: auch er kann etwas lernen beim Betrachten der künstlerischen Fotos. Fünf Sterne dafür.

    Die Daten
    Hans Josephsohn Skulpturen. Fotografien von Jürg Hassler erschien am 3. März 2017 im Verlag Scheidegger und Spiess. Herausgegeben vom Kesselhaus Josephsohn. Mit Beiträgen von Nina Keel und Ulrich Meinherz. 1. Auflage, 2017, broschiert, 96 Seiten, 134 Duplex-Abbildungen, 17 x 22.7 cm. Auch in englisch erhältlich.
    ISBN: 978-3-85881-548-4
    Preis: 29,00 EUR / 29,00 CHF

    Rezension: Volker Gottwald