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Highspeed: Kurzzeitfotografie in Natur und Studio - Buchvorstellungen

  1. dpunkt.verlag 3864900344
    • Hardback
    • Kindle / Ebook

    Overall Ratings

    Content
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    Graphics / Illustrations
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    General Experience
    4.0 1

    Highspeed: Kurzzeitfotografie in Natur und Studio

    Author:
    Hans Christian Steeg
    Publisher:
    dpunkt.verlag
    ISBN:
    3864900344
    Buch kaufen Kindle Version kaufen
    Fotos mit ultrakurzen Belichtungszeiten von schnellen Bewegungen zeigen alltägliche Dinge in neuem Licht oder ermöglichen Einblicke in Vorgänge, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen wären. Momentaufnahmen in präziser Schärfe von fliegenden oder springenden Tieren, kollidierenden Tropfen oder aufprallenden Geschossen faszinieren den Betrachter, nicht zuletzt weil sie die Frage aufwerfen, wie sie erstellt wurden.

    Die beiden wichtigsten Techniken für solche Präzisionsaufnahmen sind zweifelsohne der Elektronenblitz mit seinem kurzen und intensiven Lichtimpuls sowie die Lichtschranke. Der Autor, Diplom-Physiker und Naturfotograf in einer Person, zeigt anhand unzähliger
    spektakulärer Bildbeispiele aus der Natur-, Tropfen- und ballistischen Fotografie, wie Sie diese und andere Technologien einsetzen und sich damit die Tür zur Welt der schnellen Objekte
    sowie unsichtbaren Vorgänge öffnen. Dabei greift er nicht nur auf eigene Fotos und Arbeitserfahrungen zurück, sondern präsentiert auch die technischen Verfahren, Aufbauten und Ergebnisfotos zahlreicher nationaler und internationaler Kollegen.

Reviews

  1. AnjaC

    AnjaC NF-Club Teammitglied

    Buchvorstellungen:
    248

    Spannendes Fachbuch zur Highspeedfotografie!

    Der Autor: Hans Christian Steeg befasst sich seit seiner frühesten Jugend mit der Naturfotografie, bevorzugt im Makrobereich. Er ist Diplom-Physiker mit Schwerpunkt Elektronikentwicklung, Mikrocontroller und Messtechnik. Dieser berufliche Hintergrund harmoniert perfekt mit seinem Interesse für die ungewöhnlichen Bereiche der Fotografie wie der hier angewandten Kurzzeittechnik.

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    Das Buch: Nach dem Vorwort werden namentlich 25 Fotografen und 31 Firmen oder Organisationen, in alphabetischer Reihenfolge genannt. Damit will sich der Autor für die Überlassung von Bildmaterial für dieses Buch bedanken.Fotografen, denen ein größerer Rahmen eingeräumt wurde, sind: Rolf Nagel, Jürgen Schmitt, Rudolf Vornehm, Christoph Robiller, Fritz Rauschenbach, Jürgen Schmidt, Ghislain Simard, Marko König, Helmut Heintges, Sven Harms, Fotoopa, Corrie White und Tobias Bräuning.<!--more-->

    Das Buch versucht einen Überblick über den Fotografiebereich der Highspeed-, oder auf Deutsch, der Kurzzeitfotografie zu geben. Der Autor hat dazu den Themenkomplex in Teilgebiete gegliedert. Ein Teilgebiet zeigt die geschichtliche Entwicklung der Fotografie bis zur Gegenwart auf. Weitere Kapitel befassen sich mit den Möglichkeiten der Kurzzeitfotografie und ihren notwendigen Instrumenten. Es werden Lichtschranken, Highspeedblitze, Kameraverschlüsse, Elektronik und der „Stand der Technik“ vorgestellt und beschreiben. Weitere Kapitel befassen sich mit den dynamischen Motiven und der Problematik ihrer fotografischen Ablichtung.

    Historie
    Auf 22 informativen Seiten wird dem Leser die Entwicklungsgeschichte der Kurzzeitfotografie näher gebracht. Das Buch stellt die erfinderischen Leistungen von genialen Köpfen vor, ohne die die Kurzzeitfotografie so wie wir sie kennen nicht möglich wäre. Viele dieser Erfindungen wurden durch neue Techniken abgelöst, sind aber zum Verständnis nicht unwichtig. Durch die Digitaltechnik in der Fotografie ist ein Stand erreicht, der die Kurzzeitfotografie auf eine neue Ebene stellte. Dabei ist meiner Meinung nach ein Ende der Entwicklung noch lange nicht absehbar.

    Lichtschranken
    Zur Steigerung der Reaktionszeit von Kurzzeitfotografien ist der Mensch nicht gerade die erste Wahl. Lichtschranken sind ein mögliches und besseres Hilfsmittel. Der Autor stellt verschiede Arten von Lichtschranken, die zum Einsatz kommen können vor und erklärt anschaulich die Funktionsweisen. Eines haben sie alle gemeinsam, sie sind (Zitat) SCHNELLER ALS JEDER MENSCHLICHE REFLEX. Angesprochen sind die Reflexlichtschranke, Laserlichtschranke, Einweglichtschranke, Lichtschranken mit und ohne Spiegel, Gabellichtschranken, um nur einige zu nennen. Sogar Lichtschrankennetze werden zum Einsatz gebracht.

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    Highspeed-Blitze
    Licht ist eine weitere wichtige Komponente im Themenkomplex dieses Buches. Fotografen gehen davon aus, dass Sonnenlicht das beste Licht zum Fotografieren ist. Im Prinzip ist das richtig, aber halt nicht in der Kurzzeitfotografie! Hier wird mit der Dauer des Lichts, das auf den Sensor fällt, die Qualität des Bildes erzeugt. Dabei gilt, je kürzer das Licht auf den Sensor, desto schärfer wird die Abbildung des Motivs. Einen Haken hat die Sache: je kürzer die Abbrennzeit der elektronisch gesteuerten Blitze, desto geringer ist die Blitzleistung. Wie man dieses Dilemma lösen kann, zeigt der Autor mit all seinem Wissen, das er als Diplom-Physiker zweifelsohne hat, auf.

    Verschluss (Kamera)
    Das Wissen dieses Kapitels war für mich ein großer Aha-Effekt. Damit hatte ich mich bisher noch nicht beschäftigt, galt doch der Schlitzverschluss der Kamera für mich als gegeben. Durch den Einsatz von Zentralverschlüssen, die vor die Kamera montiert werden, kann die Auslöseverzögerung um ein vielfaches verkürzt werden. Den Entwicklungsablauf zeigt Hans-Christian Steeg mit seinem fundiertem Wissen anschaulich auf. Unterstützt wird das ganze durch eine Anzahl Bilder. Es zeigt aber auch deutlich, welch großer technischer Aufwand betrieben werden muss, um gute Bilder mit der Kurzzeitfotografie zu erhalten.

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    Insekten, Vögel und Fledertiere
    Nach all der Theorie folgt der Buchteil, in dem die Entstehungsgeschichte und die Ergebnisse auf zum Teil ganzseitigen Bildern gezeigt wird! Bilder von Fotografen, die sich auf Teilgebieten der Tierfotografie einen Namen erarbeitet haben, zeigen in bestechender Qualität, was in der Kurzzeitfotografie möglich ist. Sie zeigen aber auch, welch technischer Aufwand nötig ist um solche Ergebnisse zu erzielen zu können.

    Tropfen, Ballistik
    Auf diesen Teil des Buches war ich am meisten gespannt, liegen doch hier meine Aktivitäten bei der Highspeedfotografie. Dem meisten, was der Autor zusammen mit dem Tropfenkünstler Tobias Bräuming dem interessierten Highspeedfotografen versucht näher zu bringen, kann ich bedenkenlos zustimmen. Schön wird die Entwicklung der Tropfen- und Ballistikfotografie beschrieben und die notwendige Kreativität sowie der eiserne Wille eines jeden Anwenders angesprochen, der solche fantastischen Gebilde mit seiner eigenen Kamera aufnehmen will. Die Technik, die sich mit der Digitalfotografie explosionsartig beschleunigt hat, ist in diesem Fall nur Mittel zum Zweck. Leider hat sie auch ihren Preis! Sie macht solche Aufnahmen erst möglich; für die Schönheit und Ästhetik der Bilder ist der Fotograf verantwortlich. Eine Steigerung der Tropfenfotografie stellt mMn. die Fotografie der Ballistik dar. Wegen ihrer extremen Geschwindigkeiten ist sie für den Hobbyfotografen kaum realisier- und finanzierbar. Die im Buch abgedruckten Bilder zu diesen Themen zeigen was machbar ist, stellen aber nicht das Highend dar.

    Elektronik
    Dieses Kapitel darf bei einem Buch über die Highspeedfotografie nicht fehlen. Anhand zahlreicher Skizzen und Bauplänen werden elektronische Bauteile vorgestellt, die von versierten Freaks zusammengebaut werden können und Hilfsmittel bei der Kurzzeitfotografie darstellen. Ich fand die Beschreibungen interessant, kann aber auf Grund meiner mangelnden Elektronikkenntnisse daraus nur wenig Nutzen ziehen. Beachtet werden sollte von jedem die Notiz zum Haftungsausschluss des Autors!

    Stand der Technik
    Auf wenigen, aber ausreichenden Buchseiten stellt der Autor den Istzustand und die Entwicklungsrichtung der Fototechnik vor. Er erklärt, warum neue Systeme nicht unbedingt für die Kurzzeitfotografie geeignet sind. Das bezieht sich sowohl auf Kameras als auch auf Objektive und Verschlüsse.

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    Fazit:Ein alles in allem sehr interessantes Fachbuch zur Highspeedfotografie, auch geeignet für alle Hobbyfotografen, die sich für diese Art der Fotografie begeistern und einen Einstieg dazu suchen. Einige kurze Passagen sind sehr theoretisch und für den Laien schwer zu verstehen. Der weitaus größte Teil ist in einer kurzweiligen Erzählart verfasst und macht Spaß zu lesen. Gewisse Probleme sehe ich persönlich bei den Bildern von nachtaktiven Tieren und Vögeln. Wie man bei Aufbauten auf Bildern sehen und auch nachlesen kann, werden solche Bilder mit bis zu 12 Blitzen „befeuert“. Das kann nicht sonderlich augenschonend sein! Wenn es für wissenschaftliche Studien notwendig ist, dann kann man es akzeptieren. Als Hobbyfotograf wurde ich davon eher Abstand nehmen wollen. Ein besonderes Highlight sind die großartigen Bilder in diesem Buch, die es lohnen, lange und intensiv betrachtet zu werden.

    Vom meiner Seite gibt es eine klare Kaufempfehlung für Interessierte. Das Buch wird sicher nicht ungelesen bleiben und nicht im Bücherschank verstauben. Der Kaufpreis von 34,90 € (D) / 35,90 € (A) für das gebundene Buch mit den Maßen 21,8 x 2,5 x 21,8 cm ist aus meiner Sicht angemessen.

    Die Daten: Hans Christian Steeg. Highspeed - Kurzzeitfotographie in Natur und Studio erschien im August 2014 im dpunkt.verlag
    288 Seiten, komplett in Farbe, Festeinband
    Preis: 34,90 Euro(D) / 35,90 Euro(A)
    ISBN: 978-3-86490-034-1

    Rezension: Dieter Schuhmann

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