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Toulouse-Lautrec und die Photographie - Buchvorstellungen

  1. Hirmer Verlag 3777424676
    • Hardback

    Overall Ratings

    Content
    Readability
    Graphics / Illustrations
    Would Recommend
    General Experience
    5.0 1

    Toulouse-Lautrec und die Photographie

    Author:
    Hg. Rudolf Koella, Kunstmuseum Bern
    Publisher:
    Hirmer Verlag
    ISBN:
    3777424676
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    Information des Verlags:

    Henri de Toulouse-Lautrec hat nie selbst fotografiert, aber er besaß wie kaum ein anderer Künstler jener Zeit ein fotografisches Auge. Was immer er darstellte und wie er es darstellte, ist undenkbar ohne die Fotografie. Der attraktive Band beleuchtet nun erstmals das Verhältnis von Toulouse-Lautrecs OEuvre zur Fotografie seiner Zeit.

    Henri de Toulouse-Lautrec (1864–1901) hat viele Aufnahmen bei fotografierenden Freunden in Auftrag gegeben, sei es als Vorlage für eine künstlerische Umsetzung oder um eine selber inszenierte Performance festzuhalten. Die steilen Perspektiven und kühnen Bildausschnitte wie auch der skizzenhafte Stil, der wie die moderne Fotografie auf ein spontanes Erfassen eines Augeneindrucks abzielte, beweisen den Einfluss der Fotografie auf sein Werk. Nüchtern und ungeschönt – also fotografisch – wagte er es wie kaum ein anderer seiner Zeit, die Welt des Pariser Unterhaltungsviertels Montmartre rund um das Moulin Rouge, seine verführerischen Reize und die Abgründe, die sich dahinter auftun, darzustellen.

Reviews

  1. AnjaC

    AnjaC NF-Club Teammitglied

    Buchvorstellungen:
    248

    Wie schon Henri Toulouse-Lautrec beinahe das Selfie erfunden hätte ...

    ... wenn er auch selbst fotografiert hätte…

    Der französische Maler Henri Toulouse-Lautrec, den meisten vermutlich durch seine Bilder und Plakate zum Pariser Nachtleben bekannt, nutzte bereits seit den 1890er Jahren die Möglichkeit, mit Unterstützung der Fotografie seine Malerei zu bereichern. Dabei hat er weder eine Kamera besessen noch selber fotografiert. Trotzdem hatte er bereits zu einer Zeit, als man der Fotografie lediglich den Stellenwert der Dokumentation zubilligte, einen kreativen und innovativen Zugang dazu, und er ließ sich liebend gern selbst fotografieren.


    Fasziniert von der Möglichkeit, mit Fotografien „Momentaufnahmen“ fern der Steifheit einer Studioaufnahme zu erstellen, nutzte er sie einerseits zum Aufzeichnen seiner zahlreichen Verkleidungsideen: erfrischend sind die Bilder, denen man den Spaß und die Experimentierfreude ansieht, die Toulouse-Lautrec mit seinen Selbstinszenierungen vermittelt.

    Andererseits denkt Toulouse-Lautrec auch fotografisch, momenthaft bei der Gestaltung vieler seiner Bilder, wählt Situationen und Perspektiven, die die Ateliersituation verlassen und dem Schnappschuss entsprechen (man denke nur an die berühmten Cancan-Darstellungen!). Zum Teil sind, wie die Gegenüberstellungen im vorliegenden Band erkennen lassen, die Bilder sogar unmittelbar nach einer fotografischen Vorlage entstanden. Maler und Modell wurden auf diese Weise unabhängig voneinander – ein außergewöhnliches Vorgehen zu dieser Zeit!

    Lange genug hat es gedauert, bis diese enge und fruchtbare Verknüpfung von Malerei und Photographie im Leben und Werk Toulouse-Lautrecs erkannt und behandelt wurde. Das Kunstmuseum Bern hat sich nun dieses Themas in einer Ausstellung umfassend angenommen.

    Der Katalog zu dieser Ausstellung, das Buch „Toulouse-Lautrec und die Photographie“, hat mich in jeder Hinsicht begeistert, begonnen bei der Wahl des Titelbildes, des sich selbst portraitierenden Toulouse-Lautrec, über die drei Aufsätze von Rudolf Koella, Michael Frizot und Jean Paul Morel, die einen umfangreichen Einblick in Toulouse-Lautrecs Schaffen und den Stellenwert der Fotografie darin geben, bis zu den hochwertigen Reproduktionen der Bildbeispiele.

    In zehn Kapiteln werden die Lebenswelten Toulouse-Lautrecs dokumentiert, von der adligen Herkunft aus dem Südwesten Frankreichs über das Leben als Bohemien in den Pariser Ateliers bis zu den Cafés, Bars und Bordellen, in denen seine berühmtesten Gemälde entstanden.

    Vier Biographien runden den Inhalt ab, die Henri Toulouse-Lautrecs und die seiner drei engsten Freunde – und wichtigsten Photographen: François Gauzi, Maurice Guibert und Paul Sescau.

    Hier wird qualitativ hochwertig eine spannende und anregende Auseinandersetzung mit einem Künstler ermöglicht, der offen mit den ihm gegebenen Medien umgeht und spielerisch und experimentierfreudig alle ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten auslotet und nutzt.

    Von mir bekommt das Buch alle verfügbaren Sterne und das Prädikat: Absolut empfehlenswert und sehr lesenswert!

    Die Daten
    Toulouse-Lautrec Und die Photographie erschien am 1. August 2015 im Hirmer Verlag. Hg. Rudolf Koella, Kunstmuseum Bern, Beiträge von R. Koella, M. Frehner, M. Frizot, J.-P. Morel, I. Fehlmann, 280 Seiten, 290 Abbildungen in Farbe und S/W, 23 x 29 cm, gebunden
    ISBN: 978-3-7774-2467-5
    Preis 49,- €

    Rezension: Dieter Meeger
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