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Werner Bischof. Standpunkt - Buchvorstellungen

  1. Scheidegger & Spiess Verlag 385881508X
    • Hardback

    Overall Ratings

    Content
    Readability
    Graphics / Illustrations
    Would Recommend
    General Experience
    5.0 1

    Werner Bischof. Standpunkt

    Author:
    Marco Bischof (Hrsg), Kristen Lubben, Fred Ritchin, Tania Samara Kuhn
    Publisher:
    Scheidegger & Spiess Verlag
    ISBN:
    385881508X
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    Information des Verlags:

    2016 könnte der berühmte Schweizer Fotograf Werner Bischof (1916–1954) seinen 100. Geburtstag feiern. Zu diesem Anlass erzählt dieses Buch das Leben und Schaffen des fotografischen Zeitzeugen aus einer neuen Perspektive: Erstmals werden neben den weltbekannten Fotografien unveröffentlichte Aufnahmen, Zeichnungen, Briefe und Tagebucheinträge aus dem Nachlass präsentiert. Bischofs Biografie, sein fotografisches Credo und die Reiseeindrücke werden durch seine Bilder und Worte lebendig.

    Werner Bischof begann als Studio- und Werbefotograf, wandte sich nach dem Zweiten Weltkrieg jedoch der Reportagefotografie zu. Zuerst dokumentierte er das kriegsversehrte Europa, ab 1951 reiste er im Mittleren und Fernen Osten, dann in Nord- und Südamerika. Schon ab 1949 war Bischof Mitglied der 1947 gegründeten Agentur Magnum Photos, reiste für sie und angesehene Zeitschriften wie Life, Paris Match, Picture Post oder Du. 1954 verunglückte der Fotograf tödlich in den peruanischen Anden. Er hinterliess ein Werk von Weltrang.

    Autoren & Herausgeber
    Marco Bischof,
    Dokumentarfilmer, Autor und Herausgeber. Ältester Sohn des Fotografen Werner Bischof.

    Kristen Lubben ist Fotokuratorin und Geschäftsführerin der Magnum Foundation. 1997–2016 Kuratorin am International Center of Photography ICP in New York. Herausgeberin zahlreicher Monografien.

    Fred Ritchin, Direktor der Schule am International Center of Photography (ICP) in New York, Kodirektor des Photography and Human Rights Programms der New York University sowie Direktor und Mitbegründer der Agentur PixelPress. Autor und Beiträger mehrerer Bücher.

Reviews

  1. AnjaC

    AnjaC NF-Club Teammitglied

    Buchvorstellungen:
    248

    Ein detailreiches und spannendes Bild von Werner Bischof

    Werner Bischof, der bekannte Schweizer Fotograf, hätte am 26. April 2016 seinen 100. Geburtstag gefeiert. Seine Laufbahn begann Werner Bischof als Atelier- und Werbefotograf bevor er sich der Natur- und Dokumentarfotografie zuwandte. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bereiste er 29-jährig Süddeutschland, Frankreich und die Niederlande und dokumentierte die Not der Menschen, von der er innerhalb der Schweiz zwar gewusst hatte, die ihn dort jedoch nun auch persönlich traf. Er war 1948 für das Time-Magazin bei den Olympischen Winterspielen in St. Moritz, 1949 wurde er Mitglied der neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft Magnum Photos. In demselben Jahr wurden seine Fotografien zum ersten Mal in der Zeitschrift Life veröffentlicht. Ab 1951 war Werner Bischof in asiatischen Ländern unterwegs, wo er die Hungersnot in Bihar der Weltöffentlichkeit vor Augen brachte; 1952 dokumentierte für Paris Match als Kriegskorrespondent den Indochina-Krieg.

    Im Jahr 1954 reiste Bischof für Magnum und Life über Mexiko und Panama nach Chile und Peru, als er bei einem Unfall in den Anden ums Leben kam. Viele seiner Bilder können auf der Magnum-Website betrachtet werden – einschließlich seiner wohl berühmtesten Fotografie eines Flöte spielenden Hirtenjungen.

    Zu seinem 100. Geburtstag, u.a. mit einer Ausstellung im Musée Elysée in Lausanne gewürdigt, erschienen zahlreiche Artikel und es wurden zwei Bücher veröffentlicht:

    Während das Buch „Helvetica“ – sowie die Ausstellung im Musée Elysée – vor allem die frühen Arbeiten von Werner Bischof in den Blick nimmt, bietet der Schweizer Verlag Scheidegger & Spiess mit seinem rund 300 Seiten starken Bild- und Textband „Standpunkt“ zu Werner Bischof eine umfassende Darstellung seines späteren Werks, gewährt dabei Einblicke in die Privatsphäre des Fotografen und liefert eine Menge Hintergrundwissen zu seinen Bildern. Er nimmt uns mit auf seine Reisen und lässt uns teilhaben an seinen einmaligen Erlebnissen, die zu wertvollen und teils großartigen Bildern geführt haben.

    Die Arbeit von Werner Bischof ist eigentlich mehr als ausreichend dokumentiert, denn immer wieder wurden seine Fotografien in Ausstellungen, Büchern und Zeitschriften gezeigt.

    Und doch bietet das vorliegende Buch manch Neues, enthält es doch zahlreiche Dokumente des Archivs Werner Bischof, das von seinem Sohn Marco Bischof und Tania Samara Kuhn geleitet wird, und bietet so eine Fülle von Aufzeichnungen, Reiseberichten, Tagebuchseiten, Skizzen, Vorträgen und persönlicher Korrespondenz.

    So wird ein sehr detailreiches Bild des Menschen und der Arbeitsweise des Fotografen Werner Bischof in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg gezeichnet. Das zerstörte Europa, die unruhigen und von fremden Mächten besetzten Länder des mittleren und fernen Ostens und schließlich der amerikanische Kontinent mit der Wirtschaftsmacht der Vereinigten Staaten und die armen Ländern Südamerikas: Eine für die meisten damals und auch für uns heute unbekannte Welt hat Werner Bischof in einzigartigen Bilddokumenten festgehalten.

    Zugleich entdecken wir seinen Sinn für Ästhetik und Grafik, so in seinen Überlegungen und Skizzen zur Auswahl der Bilder und zur Gestaltung ihrer Veröffentlichung in Magazinen und Ausstellungen.

    Dieses Buch gibt über den Einblick in die Entstehung seiner Werke hinaus einen tiefen Einblick in seine Persönlichkeit, sein Privatleben und die mit seinen Fotografien verbundenen Erfahrungen. Die Randnotizen im Buch geben Kommentare und Erklärungen wieder, die in der Regel auf der Rückseite der Fotos von Werner Bischof selbst gefertigt wurden, und verleihen ihnen so eine persönliche Authentizität. Es ist der Standpunkt eines vom Gesehenen persönlich Betroffenen und nicht der eines neutralen Beobachters, der hier zum Ausdruck kommt. Fast könnte man denken, und die Gestaltung des Buches befördert diesen Eindruck, Werner Bischof würde selbst aus seinem Leben erzählen.

    Fazit
    Für mich ist dieses Buch eines der spannendsten Bücher zum Thema Fotografie, das ich in den letzten Jahren gelesen habe.

    Von jeweils fünf zu vergebenen Sternen erhält das Buch von mir in den Kategorien
    1. Inhalt (Content) *****
    2. Lesbarkeit (Readibility) *****
    3. Grafiken / Bilder (Graphics / Illustrations) *****
    4. Wie stark fällt Deine Kaufempfehlung aus? (Would Recommend ) *****
    5. Allgemeiner Eindruck (General Experience ) *****
    Die Daten
    Marco Bischof (Hrsg): Werner Bischof. Standpunkt erschien am 21. April 2016 im Scheidegger & Spiess Verlag. Gebunden, 312 Seiten, 135 farbige und 150 Duplex-Abbildungen, 25 x 30 cm
    ISBN 978-3-85881-508-8
    Preis: 77,00 € [D] | 79,00 SFR [CH]

    Rezension: Stephan Buse
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