Affinity Photo

ernst.w

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Einige von Euch haben es vielleicht schon mitgekommen: Das Affinity WorkBook ist in Deutsch erschienen. Hier findet Ihr eine Rezension: https://bild-akademie.de/blog/2018/01/13/rezension-affinity-photo-workbook/#more-32555

Es war mir auch deshalb eine Freude, dieses Buch zu rezensieren, weil ich sowieso von Adobes Abomodell die Nase voll habe. Dazu kommt, dass auf dem Mac von MacOS Release zu MacOS Release immer mehr Probleme mit Adobe-Produkten auftaucht. Auch daher hatte ich schon ziemlich frühzeitig eine Affinity Photo-Lizenz erworben. Irgendwann würde ich einen Testbericht zur Software schreiben müssen. Das war mir klar.

Affinity Photo Startschirm.jpg


Allerdings war die Lernkurve doch ein wenig steiler als zunächst gedacht, das WorkBook "zwang" mich also dazu, mich jetzt etwas mehr mit dem Softwareprodukt zu befassen. Ich arbeite heute nur mehr in den seltensten Fällen mit Photoshop; ich eigentlich gar nicht mehr, eher meine Frau, die aber auch schon mit Affinity...
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Pattebaer

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Hier meine ersten Gehversuche mit Affinity und meinem Buschfunk an Ernst:

Übrigens habe ich gerade mal das Affinity Maskierungswerkzeug ausprobiert. Da kann sich Photoshop aber ganz schön verstecken. Das arbeitet bei der Kantenerkennung noch präziser als ON1-2018 und die Nachbearbeitung per Hand ist mindestens so leistungsfähig wie die von Photoshop. Ich bin begeistert. Wenn dann der Rest auch so gut funktioniert, dann hat Adobe wohl einen Abonnenten weniger. Ich muss mich dann nur nach einem geeigneten Browser umsehen, denn so was wie die Bridge haben die ja nicht oder so ein Vorlaufprogramm wie Lightroom zum verwalten der Fotos. Zum Glück haben die von Affinity auch die Kurzbefehle von Photoshop übernommen, das hilft beim Lernen.​

Es ist noch zu früh um eine klare Empfehlung auszusprechen, aber auf den ersten Blick wirklich gut. Für alle, die nur entwickeln und nicht im größeren Stilmanipulieren wollen ist Affinity sicher nichts. Die sind bei Lightroom oder DXO besser aufgehoben. Aber so als Ersatz für Photoshop ist das schon eine ernste Überlegung. Dazu noch der Preis von 55 Euro. Nach einem halben Jahr Adobe Abo sind die Kosten schon wieder drin. Ich muss mal sehen, wie das mit den Updates bei Affinity läuft. nicht dass die alle halbe Jahre mit einemkostenpflichtigen Upgrade kommen.​
 
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ernst.w

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Nun ja, ich habe noch eine Kaufversion von Lightroom. Und da kann ich auch Affinity Photo als Bearbeitungsprogramm angeben. Mir macht nur die komplett andere Philosophie, die sich leider auch in einem ganz anderen Workflow niederschlägt, derzeit noch große Kopfzerbrechen.
 
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Pattebaer

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Das Buch vom Schestag ist hochinteressant. Er hat die besten Tutorials auf Youtube. Bei dem vom Rheinwerk steht keine Version dabei, aber so unterschiedlich kann das ja noch nicht sein, denn Affinity ist ja noch nicht so alt.

Wenn ich umsteige, dann muss ich mir sowieso einen neuen Workflow suchen. Lightroom war bisher mein Verwaltungsprogramm und da hat Affinity nichts. AC/DC habe ich noch nicht benutzt ob sich das vernünftig verknüpfen lässt. Ich werde auch DXO mal wieder reaktivieren und auch bei ON1 versuchen wie das mit Affinity zurecht kommt.

Mich ärgert halt nur, weil ich erst von Aperture kam, dann alles neu mit LR und jetzt schon wieder von vorne. Das sollte sich mal stabilisieren.​
 
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ernst.w

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Ich habe mir das aktuelle ACDSee noch nicht angesehen. Hat mich bis heute nicht wirklich interessiert.

Sehr begeistert hatten mich frühe Versionen vor Jahren nicht. Aber das wird heute anders aussehen.

Das sollte sich mal stabilisieren.
Das ist das Problem in unserer Zeit: Nichts ist von Bestand (bis auf das gedruckte Werk).
 
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Pattebaer

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Das ist das Problem in unserer Zeit: Nichts ist von Bestand (bis auf das gedruckte Werk).

Und selbst das ist vergänglich.

Dazu hatte ich auch mal Überlegungen, was denn von unserer medialen Welt übrig bleibt, was die Archäologen mal so in 1000 Jahren ausgraben werden. Nämlich nichts. Festplatten sind nicht mehr lesbar und die Technologie die Festplatte auszulesen gibt es nicht mehr. Unser Papier zerstört sich selbst wegen der Chlorbleiche. Das beständigste ist immer noch in Stein meißeln.
 
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ernst.w

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Mir macht die andere Bedienerlogik von Affinity Photo doch eher Kopfschmerzen. Das Teil kann was, aber ich kann noch immer nicht richtig damit umgehen. Die verschiedenen Personas machen mich fertig. :mad: Vor allem, weil nicht alle tun, was ich ihrer Bezeichnung nach erwarte.
 
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Pattebaer

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Na ja, die Bedienung ist einerseits sehr an Photoshop angelehnt, insbesondere die Tastenkürzel. Andererseits sind die Buttons woanders und man muss erst mal suchen, wo und wie. Zu den Personas finde ich es eigentlich gar nicht so schwierig:

Photo-Persona ist quasi Photoshop.
Liquify Persona ist einfach nur der "Verflüssigen Filter" in Photoshop
Develop Persona entspricht dem "Camera Raw" von Photoshop, nur dass man zu jedem Zeitpunkt zurück hinein springen kann
Tone Mapping Persona habe ich noch nicht benutzt
Export Persona ist quasi das "Speichern Unter" in einem anderen Format von JPG, PNG bis GIF über TIFF und auch PSD (für Photoshop mit Ebenen).

Ich habe Affinity jetzt erst mal in Lightroom eingebunden. Dort kann ich dann mit "Bearbeiten in" das Bild direkt an Affinity übergeben und bekomme es anschließend in Lightroom wieder zurück. Dabei kannst Du entweder in PSD oder in TIFF an Affinity übergeben. Das klappt ganz gut. Dann spare ich mir die Develop Persona, entwickle grob in Lightroom, bearbeite dan in Affinity und mache den Rest wieder mit Lightroom fertig.

Das "Schnellauswahlwerkzeug" zur Auswahl, wie es in Photoshop heißt, ist unter Affinity eine Wucht. Im Gegensatz zu Photoshop sucht Affinity nur im Bereich des Pinsels nach Kontrasten (Pinselgröße). Je kleiner, desto genauer. Dabei regelt die Pinsel- oder Mausgeschwindigkeit die Toleranz zum Kontrast (je schneller Deine Bewegung, desto geringer die Toleranzstufe und umso schneller aber ungenauer die Auswahl). Damit ist eine komplizierte Auswahl sehr schnell erstellt. Erst mal mit großem Pinsel und schnellen Bewegungen drüber und dann mit kleinem Pinsel und langsamen Bewegungen die Auswahl korrigieren. Das geht fast runter bis 1 Pixel.

Anschließend (das muss man wissen) klickt man oben auf "Verfeinern". Jetzt kann man um die Nachbesserungsstellen (Haare oder Blätter) herum malen (Pinselgröße beachten). Affinity sucht dann nur in dem gemalten Bereich nach weiteren Kontrasten (ausschließlich in dem bemalten Bereich). In etwa so wie das noch in CS6 funktioniert hat. Wenn die Auswahl dann ok ist, hat man wie in Photoshop die Möglichkeit das gewählte auf eine neue Ebene auszuschneiden oder eine Neue Ebene mit Maske erstellen zu lassen etc.....

Was mich etwas gestört hat war, in Photoshop kann man in einer Maske auch mit Abwedeln und Nachbelichten arbeiten. Auch kann man mit einem schwarzen oder weißen Pinsel mit strahlendem Licht auf den Lichtern oder Schatten malen. Das ist sehr nützlich wenn man mit den Alpha-Kanälen eine Maske in Photohop erstellen will. Das mag Affinity nicht. Dort kann man nur mit schwarz und weiss in der Maske malen (zumindest ich kann das nur). Aber seit ich die Genauigkeit der Schnellauswahl entdeckt habe, hatte ich die Alphakanäle in Affinity nicht mehr benutzt.

Ansonsten, was die Ebenentechnik anbelangt gibt sich Affinity mit Photoshop eigentlich nichts. Zumindest sind mir bisher keine Nachteile aufgefallen. Wer die Ebenen in Photoshop verstanden hat, kann sie quasi identisch auch in Affinity nutzen. Wenn man eine Einstellungsebene nur eine eine bestimmte Ebene anwenden möchte, dann geht das ganz einfach wie in einem Hirachiebaum. Die ist dann eingerückt. Man muss das nicht wie in Photoshop erst verknüpfen. Da ist die Arbeit viel intuitiver.

Was mich etwas geärgert hat war auf YouTube die Testberichte vom Jaworksi und vom Kaplun. Das einzige was sie konnten war Affinity öffnen. Der Jaworski konnte noch nicht mal die Pinselfarbe umstellen (z.B. einfach "x" wie bei Photoshop in der Maske zum umswitchen). Daraufhin erlaubt er sich ein Urteil, dass Affinity keine Konkurenz zu Photoshop darstellen würde. Da frage ich mich schon nach der Sinnhaftigkeit seines Beitrages.

So, jetzt hast Du erst mal was zu lesen gehabt. Setz Dich einfach hin und probiere etwas mit Affinity aus. Kommt Zeit kommt Übung (die Zeit muss man halt sich nehmen können). Wie alles Neue ist es erst mal schlecht und man sieht seinen Workflow gestört. Affinity kann übrigens direkt perspektivisch verzerren. Eine Frequenztrennung geht mit einem Klick. Das Ausbesserungstool ist auch deutlich besser als das von Photoshop.

Schönen Abend und schönes Wochenende.
 
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ernst.w

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Vorerst mal Dank.

Muss jetzt noch ein Buch für die Familie fertig machen. Danach bin ich an VIVA Designer und dem Buch samt Affinity Photo dran. Wobei ich bei beiden froh bin über die Alternative zu Adobe Produkten. Da bin ich schon bereit, ein bisserl in Workflow zu investieren. Aber ich kann nicht alles auf einmal umwerfen, ich muss schließlich auch noch produzieren...
 
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ernst.w

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Zum Workbuch Affinity Photo eine Frage an unseren Affinity-Spezialisten Pattebaer:

Ich bin das Buch angegangen wie ein völliger Anfänger. Mache ich meist so, wenn ich Software teste, bei einem Workbook passt das, denke ich auch. Und da ist mir auch gleich mal etwas aufgefallen: Die Werkzeuge (bleiben wir mal bei der Photo Persona) werden ganz gut erklärt. Was mir aber fehlt, sind Hinweise wie z.B. das "Gegenteil" funktioniert. Am Beispiel Auswahlpinsel: Markieren, gut. Und wie nehme ich die Teile, die ich jetzt nicht markieren wollte, wieder aus der Auswahlmaske? Detto beim Bereich auswählen-Werkzeug.

Wie bei Photoshop üblich funktioniert bei Affinity Photo nicht viel - auch das nicht. <SHIFT>, <CTRL> oder <ALT> funktionieren in dem Zusammenhang nicht. Bei den Werkzeugbeschreibungen habe ich auch nichts gefunden - oder habe ich da etwas überlesen? Steht das anderswo (und wenn warum nicht dort, wo es hingehört)?
 
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ernst.w

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Wobei die Klammerfrage nicht von dir beantwortet werden kann... ;)
 
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ernst.w

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Ah, bevor ich's vergesse: Dass z.B. <ALT> aber nicht <SHIFT> beim Auswahlrechteck funktionieren, habe ich schon herausbekommen. Auch das finde ich nicht bei der Werkzeugbeschreibung. Aber eine solche Funktionalität sollte doch konsistent über Auswahlwerkzeuge verteilt sein. Was meinst du?
 
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Pattebaer

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Hallo Ernst,
ich benutze immer das Schnellauswahlwerkzeug von Affinity. Wenn etwas zuviel ausgewählt wurde, dann die Alt-Taste gedrückt halten und mit dem Schnellauswahlpinsel über die Bereiche fahren, die wieder zurück geholt werden sollen. Die Pinselgröße kann dabei angepasst werden indem man die CTRL+Alt Taste gedrückt hält und mit der Maus oder dem Stift nach rechts oder links zieht. Das ist eigentlich so wie in Photoshop. Bei der Schnellauswahl auf die Pinselhärte aufpassen ich habe auf 100% stehen (also Pinsel hart). Bei der Auswahl darauf achten, je schneller man die Maus oder den Stift bewegt desto toleranter wird die Auswahl. Also am Ende sehr weit rein zoomen, den Pinsel sehr klein machen und dann ganz langsam die Kanten abfahren. Damit funktioniert das eigentlich sehr gut.

Also ohne Alt-Taste etwas hinzufügen und mit gedrückter Alt-Taste wieder etwas entfernen. Mit Shift+CTRL+i kann man die Auswahl umkehren, wenn man beispielsweise den Hintergrund auswählt, eigentlich aber den Vordergrund möchte.

Wenn die Auswahl erfolgt ist, dann oben in der Menüleiste auf "Verfeinern" Drücken, dann kann man beispielsweise über Haare pinseln und diese werden zurück geholt. Dann hat man unten die Auswahl, was man machen möchte. Auswahl mit Maske oder nur Auswahl auf neue Ebene etc. Funktioniert bei mir am Mac hervorragend.

Die Befehle sind eigentlich ziemlich identisch wie in Photoshop​
 
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ernst.w

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Also ohne Alt-Taste etwas hinzufügen und mit gedrückter Alt-Taste wieder etwas entfernen.
Gut, das funktioniert beim Auswahlpinsel (ohne dass + oder - wie beim Auswahlrechteck angezeigt werden). Das funktioniert nicht beim Werkzeug "Bereich auswählen" (so wie der Zauberstab bei Photoshop).

Wenn die Auswahl erfolgt ist, dann oben in der Menüleiste auf "Verfeinern" Drücken, dann kann man beispielsweise über Haare pinseln und diese werden zurück geholt.
Das muss ich mir erst ansehen. Soweit bin ich noch nicht.
 
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Pattebaer

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Meine erste Antwort:

Das muss ich jetzt selber mal probieren. Ich weiss nur, dass man aus einer Markierung eine Auswahl erstellen kann und dass man eine Auswahl auch mit mehreren Werkzeugen weiter bearbeiten kann. Also addieren und subtrahieren. Aber ich versuche es mal und berichte.
Und etwas später:

So, jetzt habe ich es mal ausprobiert. Mit Bereich auswählen kann man auf einen Rutsch Bereiche gleicher Farbe auswählen. Wenn Du den Pinsel aktiviert hast, dann erscheint oben links im Menü die Zeile "Modus". Dort siehst Du "Neu", "Hinzufügen", "Subtrahieren", "Überlappen" und "Toleranz". Die Toleranz kannst Du runterschrauben, so auf 9 bis 10%. Wenn der Haken bei "Angrenzend" drin ist, dann sucht er nur Pixel, welche die angeklickten Farbe enthalten bis er auf eine Kontrastkante stößt. Ist der Haken draussen, dann markiert er alles im Bild mit dieser Farbe.

Wenn Du noch mehr dazu fügen willst, dann klickst Du auf "Hinzufügen" und kannst damit die Auswahl erweitern. Wenn Du etwas abziehen möchtest, dann auf den Schalter "Subtrahieren". Wenn Du bei aktivierten "Hinzufügen" die Alt-Taste gedrückt hältst und auf eine Farbe im Bild klickst, dann werden diese Farbanteile auch wieder abgezogen. Das ganze dauert ein klein wenig, weil Affinity das Bild erst analysieren muss und dann die Auswahl erstellt.​

Du kannst dann auch auf das Schnellauswahlwerkzeug klicken und die Auswahl damit weiter bearbeiten. Auch hier gilt, bei gedrückter Auswahltaste zieht er wieder ab.

Bei mir funktioniert das wunderbar. Ich muss allerdings immer so etwa 1 bis 2 Sekunden warten bis Affinity die Auswahl erzeugt oder ergänzt hat.

Insgesamt habe ich eben festgestellt, dass auf meinem Windowsrechner Affinity deutlich langsamer läuft als auf dem Mac. Obwohl ich einen großen Xeon 8-Kern mit 32GB Ram habe und mit einer SSD arbeite. Als Grafik habe ich eine NVidia P5000 mit 2 x 4K Monitoren dran. Also nicht gerade ein langsames System.

Versuche Dich mal mit der Schnellauswahl. Die läuft super und flüssig.​
 
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ernst.w

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Gut, gleiches Problem slso wie z.B. Bei VIVA Designer: „Es geht eh (fast) alles“, die Bedienung ist „halt nur“ in verschiedenen Bereichen anders. Durchgängige Konsistenz sieht anders aus.

Nur für dich zum Verständnis: Ich fand bisher sowohl unten als auch oben Optionen, je nach Werkzeug. Ich finde ein Minus bei der Werkzeugspitze der Schnellauswahl, sobald ich <ALT> drücke, nicht aber beim Zauberstab und anderen Werkzeugen. Dafür gibt es eine grundsätzlich andere Vorgehensweise beim Zauberstab.

Ich weiß schon, da muss ich durch. Ich begrüße Fortschritt, sehe in solcher Inkonsequenz aber keine Vorteile. Das kannte ich früher eher von Corel, wo verschiedene Teams fast ohne interne Kommunikation an verschiedenen Funktionen eines Programmes gearbeitet haben. Nun gut, ganz so schlimm ist es bei Affinity Photo nicht. Immerhin bisher kein Absturz.

Mit dem Arbeitstempo bin ich bisher zufrieden. Ähnliche Konfiguration wie bei dir. Mal sehen, wie das aussieht, sobald OS X installiert ist.
 
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Pattebaer

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Ein interner Hinweis, ich arbeite mit Affinity hauptsächlich auf einem Mac. Die Befehle unterscheiden sich aber zu denen unter Windows.

Hier meine Antwort:

Ja, der Zauberstab ist nicht der Zauberstab aus Photoshop. Er reagiert auf Farben so wie das Programm hauptsächlich auf Farben und Kontraste reagiert. Das Umschalten mit der Alt-Taste ist wenigstens dahingehend konsequent, als dass es immer die Alternative einschaltet, also abziehen beim Hinzufügen Werkzeug und hinzufügen beim Abziehen Werkzeug. Dass es nicht angezeigt wird, ist mir bisher ehrlich gesagt gar nicht aufgefallen. Damit hast Du prinzipiell recht, dass dies inkonsequent ist.

Am Mac reagiert alles irgendwie gefühlt schneller. Ich habe vorhin erst die Windowsversion gekauft und installiert. Dabei ist es mir aufgefallen. Ich bin bei weitem noch nicht durch alle Funktionen durch. Was mir beim Buch aufgefallen ist, dass es so in kleinere Workshop Kapitel untergliedert ist. Die Beispieldateien muss man sich erst laden. Jetzt kommt mein Problem, dass in den Beispielen nicht erklärt wird, an welchen Regeln man drehen kann, damit es einfacher oder genauer geht. Beispielsweise bei dem besagten Auswahlwerkzeug (Zauberstab) - welchen Einfluss hat die Toleranz? Was passiert wenn ich nicht die Beispieldatei nehme, bei der die Farben und Kontraste auf das Beispiel abgestimmt sind und alles wunderbar mit den Grundeinstellungen funktioniert?

Als weiteres Beispiel ist nirgends erklärt, dass beim Schnellauswahlpinsel die Mausgeschwindigkeit die Toleranz der Kontrasterkennung regelt. Je schneller desto geringer die Toleranz. Auch dass Affinity z.B. Nur innerhalb des Pinsels sucht. Also Härte voll rauf (hart), Pinselspitze ganz klein und tief in das Bild hineinzoomen. Dabei erkennt Affinity praktisch jede kleinste Kante. So kann man sich trotzdem sehr schnell zusammen mit der Alt Taste eine richtig gute Auswahl erzeugen. Geht man dann auf „Verfeinern“ dann gibt es auch wieder viele Regler, insbesondere unten für die Feinauswahl. Auch hier ist nicht erklärt, was die verschiedenen Regler und Schalter bewirken. Das ist ein bisschen schade, denn ansonsten führt einen das Buch über kleine Beispiele in praktisch alle Funktionen. Man sollte aber meines Erachtens ein wenig Vorkenntnis zur Handhabung von Affinity mitbringen. Dann ist das Beispiel wie Kochen mit dem Thermomix. Zutaten reinwerfen und nicht wissen was passiert und warum was passiert. Kochrezept halt mit einfachen kleinen Speisen.

Deshalb bin ich gespannt, was der Schestag so zustande gebracht hat. Seine Videos auf Youtube zeigen und erklären das etwas genauer.​
 
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ernst.w

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Das deckt sich bisher auch mit meiner Ansicht ziemlich. „Alles gesagt, nichts erklärt.“ habe ich denen von Viva gesagt. Gilt hier nicht gleich, aber sehr ähnlich. Manche Dinge werden gesagt, aber die Hintergründe nicht oder zu wenig erklärt.
 
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Pattebaer

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Interner Hinweis: Der Dialog bezieht sich auf das Workbook von Affinity bzw. Serif, welches wir beide zur Verfügung haben und nicht so ganz glücklich damit sind. Speziell geht es um die Übungsbeispiele.

Hier meine Antwort:

Kleine Portionen sind ja gut (meine ich ernst), aber eben nicht Fisch nicht Fleisch. Das Buch ist an sich nicht schlecht und ziemlich komplett für die verschiedenen Funktionen, dann aber wieder zu oberflächlich.​

Ich will das Buch ja nicht verreissen, denn an sich erleichtert es den Einstieg und lässt einen dann mit Detailfragen allein im Regen stehen, wenn man das gelernte dann auf eines seiner Bilder übertragen will.​
 
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